Dreh doch einfach die Kamera!

Warum Instagram mit Stories kein Snapchat-Killer ist.

Viel ist spekuliert und fantasiert worden, als Instagram das Stories Element eingeführt hat. Instagram sei dabei als CopyCat Snapchat zu kopieren oder gar Snapchat zu töten. Dem ist nicht so.

What the Stories?

Das liegt an zwei wesentlichen Unterschieden der beiden Apps und daran, wozu diese Apps eigentlich genutzt werden. Instagram Stories zeichnet sich durch eine Echtzeitkommunikation aus, die vom Look & Feel der von Snapchat sehr ähnlich ist. Man kann Videos und Filme, mit eigenen Texten versehen seinen Followern für 24 Stunden in einem eigenen „Behind-the-Scenes-Stream“ zur Verfügung stellen.

Wozu Snapchat?

photo-1466554735730-6281a8638806Snapchat ist eine Chat-App. Die Besonderheit, nämlich der Verlust der gesendeten Nachricht nach 24 Stunden entspricht einer natürlichen direkten Kommunikation, in der nicht gespeichert wird. Zwar hat Snapchat dieses Feature durch die Speicher-Funktion sowie durch Memories etwas aufgelöst. Die Grundstruktur der Kommunikation in Snapchat bleibt jedoch erhalten.

Snapchat bietet eine schnelle Kommunikation. Im Regelfall werden nur noch Selfies ausgetauscht, die durch Filter angereichert werden und Quick’n’Dirty zeitnahe Reaktionen erlauben.

Die direkte Interaktion ist also spannend, auch, wenn man in Snapchat eine Story erstellen kann, so ist diese geprägt von der ungeschönten Unmittelbarkeit.

 

Und Instagram?

photo-1446000442451-e162542e5f8dInstagram legt wert auf eine schöne Kommunikation. Hier wird nicht direkt miteinander gesprochen, sondern hier werden Bilder ausgestellt. Die Food-, Landschafts- und Urlaubskommunikation hat hier ihre absoluten Vorteile. Die Direktnachrichten in Instagram sind schon allein auf Grund ihrer ziemlich unschönen Bedienbarkeit keine direkte Konkurrenz zu Snapchat oder klassischen Messengern.

Die Stories auf Instagram sind einfach schöne Geschichten. Auf Snapchat sind es „Jetzt-Momente“.

Der Unterschied?!

Am einfachsten deutlich wird der Unterschied daran, welche Kamera man benutzt. Ist Snapchat klar auf die Backcamera orientiert (Selfies), so ist Instagram deutlich stärker auf die Frontcamera ausgerichtet. Besser noch: Die großen Accounts machen ihre Bilder nicht mit dem Smartphone, sondern mit der Profikamera, bearbeiten die Bilder nach und laden sie dann erst auf Instagram hoch.

Der Killer?

Hier wird gar niemand gekillt. Hier wird erweitert. Und zwar um ein spannendes Story-Element. Die Geschichte, die ich auf Instagram erzähle ist sehr viel sauberer und polierter, als bei Snapchat. Schon allein deshalb, weil ich keine Selfie-Filter zur Verfügung habe.

TL:DR:

Instagram und Snapchat unterscheiden sich dadurch, wohin die Kamera sich orientiert. Frontcam auf Instagram, Backcam auf Snapchat. Deshalb sind Instagram-Stories kein Snapchat-Killer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.