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Politikwissenschaft Digital

Wie man Studentinnen und Studenten der Politikwissenschaft das bloggen näher bringen kann.

In einem Seminar an der Universität Erlangen-Nürnberg haben Studentinnen und Studenten sich mit dem Internet, der Digitalisierung und dem Publizieren im Netz auseinander gesetzt.

Willkommen zurück

Es ist ein seltsames Gefühl als Lehrbeauftragter wieder zurück zu kommen an die oft nostalgisch „Alma Mater“ bezeichnete Universität. An der FAU Erlangen-Nürnberg, genauer gesagt am Lehrstuhl für Politik und Zeitgeschichte des Nahen Ostens habe ich den Hauptteil meines akademischen Lebens verbracht. Hier habe ich den Magisterstudiengang „SMVO“ (Schwerpunkt Moderner Vorderer Orient) studiert. Damals noch bei Prof. Thomas Philipp Ph.D, bei Prof. Hartmut Bobzin, Prof. Bahadir, Prof. Clemens Kauffmann und vielen weiteren. Meine ersten Schritte in die Feldforschung habe ich mit einer sehr vertrauensvollen Unterstützung von Prof. Philipp in Kairo begonnen. Anschließend meine Promotion bei Prof. Christoph Schumann begonnen und auf Grund seines viel zu frühen Todes bei Prof. Philipp, Prof. Kamil und Prof. Rohe verteidigt.

An diesem Lehrstuhl – der jetzt ein Institut ist – habe ich gemeinsam mit Peter Lintl und Christian Thuselt die ersten Schritte in die Lehre unternommen. Mal holprig, mal weniger holprig.
Als ich die erste Sitzung meines Seminars hielt, erwarteten die Studentinnen und Studenten den Ablauf eines klassischen politikwissenschaftlichen Seminars.

Wie läuft ein klassisches Seminar ab?

Man trifft sich einmal die Woche. Meist gibt es ein oder zwei Termine in denen die theoretischen Grundlagen besprochen werden und in den nächsten Sitzungen folgen die Referate der Teilnehmer.

Dieses Vorgehen kenne ich noch aus meinem Studium und es hat mich schon damals gelangweilt. Letztlich warten die Teilnehmer irgendwann nur noch auf das Handout, fokussieren rein auf ihr künftiges Hausarbeitsthema und verlieren den Anschluss an das Oberthema. Natürlich ist das keine allgemeingültige Regel. Die Realität nähert sich dieser Beschreibung jedoch oft sehr an.

Mal anders unterrichten

Da ich als Gastdozent hauptberuflich nicht an der Universität beschäftigt bin wollte ich gerne ein Blockseminar anbieten. Blockseminare haben den Vorteil, dass man intensiv an ein bis zwei Tagen an einem Thema arbeitet und die Studentinnen und Studenten im Semester ihre Vorlesungen und Prüfungsvorbereitungen ungestört vom Seminar unternehmen können.

Die Gefahr, dass Blockseminare zu einer reinen Frontalvortragsreihe verkommen ist jedoch groß.

Deshalb habe ich ein Blockseminar als Barcamp organisiert.

Warum ein Barcamp?

Ein Barcamp ist eine so genannte Unkonferenz. Letztlich haben die Teilnehmer eines Barcamps fast die gesamte Gestaltung des Ablaufs und der Inhalte selbst in der Hand. Beim ersten Treffen stellt sich jeder Teilnehmer vor. Im Regelfall dauert das nicht lange. Man nennt den Namen und drei Stichwörter zur Person oder zu den eigenen Interessen. Daran schließt sich eine basisdemokratische Abstimmung über die zu diskutierenden Themen (Sessions) an. Man schlägt eine Session vor, die man selber halten möchte. Am Ende dieser Vorstellungen stimmen die Teilnehmer darüber ab, welche Sessions sie interessieren indem sie per Handzeichen angeben, welche dieser Sessions sie besuchen möchten. Anhand der Teilnehmerzahl je Session werden diese Sessions dann auf die vorhanden Räume und Zeiten aufgeteilt. Dem liegt eine einfache Matrix aus jeweils 45minütigen Zeitfenstern und Räumen zu Grunde. welche Die Inhalte hatten die Studenten selbst in der Hand. Es gab eine Einführungssitzung in der die Themenvielfalt angerissen wurde.

Die Beiträge

 

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